Ein Lebenszeichen...

Mittwoch, 4. April 2018
 
Hallo ihr lieben Menschen da draußen,
lange habe ich mich nicht gemeldet, aber gerade steht mir der Sinn danach, diesen Blog etwas weiterzuführen. Vielleicht schaut ja dennoch jemand vorbei. Die vergangenen beiden Monate waren und sind immer noch recht turbulent. Meine Psyche macht mir leider wieder ziemlich zu schaffen.

Nun verbringe ich seit zwei Monaten meine Zeit mit etwas, was offenbar eine gemischte Episode einer bipolaren Störung ist, im Krankenhaus. Gerade ist es leider immer noch weit entfernt von gut.
Ich merke, dass mich diese Zeit verändert. Ich lerne, mehr auf mich selbst Rücksicht zu nehmen, anstatt es allen anderen Recht machen zu wollen und mich hinten anzustellen. Ich kann mir immer öfter, wenn ich drohe, mich in Selbstvorwürfen zu verlieren, sagen: „Nein, damit schade ich mir selbst. Ich bin krank und das kann gefährlich werden,“ anstatt zu denken, ich hätte diese als Bestrafung dafür, dass ich etwas falsch gemacht habe, verdient. Irgendwie klingt das ziemlich traurig...
Ich verbringe recht wenig Zeit online, auch wenn ich im aktuellen Krankenhaus die Gelegenheit dazu hätte. Aber ich merke, dass mir dieser Abstand zum Internet und die bewusste Auswahl der Dinge, die ich im Internet konsumiere, gut tut. Es gibt mir eine gewisse Leichtigkeit. Ich habe den Eindruck, dass zumindest eine Youtuberin, deren fast tägliche Videos ich regelmäßig geschaut habe, für meinen Geschmack zu sehr auf ihre Ansichten versteift ist, und, dass das etwas auf mich abgefärbt ist. Und das, obwohl es mir bewusst war, dass sie das ist, und ich nicht so sein wollte.
Ich war bis jetzt gar nicht sicher, ob ich noch einmal weiter bloggen möchte. Zwischenzeitlich habe ich komplett das Interesse und die Freude daran verloren. Ich denke, ich blogge weiter. Ich mag es, meine Gedanken im Internet zu teilen. Wobei sich der Inhalt sicherlich mit mir verändern wird. Ich denke nicht, dass ich das Fairtrade-Experiment zu Ende bringen werde. Ich bin so wie so etwas lockerer beim Konsum geworden. Da spiegelt sich die Leichtigkeit wider. Ich habe den Eindruck, so akribisch auf so vieles zu achten, ist mir etwas zu viel und zu kompliziert. Was natürlich nicht heißt, dass ich meinen bewussten und nachhaltigen Konsum komplett über den Haufen werfen werde. Mir ist ein nachhaltiges Leben immer noch wichtig. Gerade haben aber ganz andere Dinge in meinem Leben Priorität und es geht vor allem um mich. Ich bin mir selbst wichtiger als all diese Nachhaltigkeits-Dinge.
Ich denke, ich werde irgendwann weiter ausmisten, aber dass ich jemals so etwas wie eine Minimalistin werde, bezweifle ich. Aber dennoch stört mich viel Kram, den ich zu Hause habe, jedes Mal, wenn ich nach Hause komme.
Sicherlich fallen mir genug Dinge ein, über die ich schreiben kann. Es werden mir bestimmt Gedanken kommen, die ich teilen möchte. Und wie gesagt, ist die Nachhaltigkeit immer noch ein wichtiges Thema für mich.
 
Herzlichst, eure Nicole
 

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