Selbstexperiment: 4 Wochen nur fairtrade (bzw. regional)

Montag, 15. Januar 2018
Hallo ihr lieben Menschen da draußen,
ich wünsche euch zunächst allen ein frohes neues Jahr. In diesem Jahr möchte ich meinen Blog etwas weiter ausbauen, denke ich. Ich schäume zumindest nur so über vor Ideen, die in die Tat umgesetzt werden wollen. Auf ein Instagram-Profil, auf dem ich meinen nachhaltigen Lebensstil teile, hätte ich Lust und auf allerlei Blogposts. Ein wenig träume ich davon, auf Wordpress umzuziehen, aber das muss zunächst noch warten.
 
Heute möchte ich euch von einem kleinen Selbstexperiment erzählen, das ich in den nächsten vier Wochen auf meinem Blog dokumentieren möchte. Es ist quasi "bewusster Konsum für Fortgeschrittene". Ich kenne niemanden, der das macht. Aber falls jemand von euch einen entsprechenden Blogger, Youtuber etc. kennt, könnt ihr mir ihn oder sie gerne empfehlen :)
 
 
Mir sind bei meinem Konsum zwei Dinge wichtig:
1. dass es keinem anderen fühlenden Wesen schadet
2. dass es möglichst wenig der Umwelt schadet (wobei das wieder zu 1. führt)
Heute geht es um ersteres. Bei Tieren konnte ich das bisher relativ einfach und weitestgehend gut umsetzen, indem ich vegan lebe. Bei Menschen ist es dagegen verdammt schwer. Aber ich möchte es versuchen oder treffender: mehr versuchen als vorher.

Ich möchte bei diesem Selbstexperiment ab heute 4 Wochen lang versuchen, möglichst nichts zu kaufen, für das Menschen ausgebeutet wurden. Das bezieht sich nicht nur auf Lebensmittel, sondern auf alle Konsumbereiche. Ich werde dazu am Ende jeder Woche einen Post darüber verfassen, was ich in dieser Woche alles gekauft habe, meinen Gedanken dazu, wo es Schwierigkeiten gab, und, bei welchen Dingen ich es nicht geschafft habe.
 
Wie mache ich das bisher?
Ich kaufe vor allem Lebensmittel, die aus Europa (oder aus anderen Ländern, in denen die Arbeitsbedingungen wenig kritisch sind) stammen. Lebensmittel aus Europa haben ebenfalls den Umwelt-Vorteil kürzerer Transportwege.
Allerdings kaufe ich möglichst wenig Lebensmittel aus Spanien. Die Arbeitsbedingungen für Immigranten in Almería sind weit weg von irgendetwas, das man als fair bezeichnen könnte oder in Europa erwarten würde. Allen, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, kann ich diese Arte-Doku empfehlen:
 
 
Lebensmittel, die ich nicht aus Europa bekomme, kaufe ich, wenn möglich aus fairem Handel. Das ist wohl nicht das Optimum, sondern eher ein Mindeststandart, aber immer noch das kleinere Übel. Daneben gibt es immer noch die vielen Ausnahmen und Dinge, für die ich noch keine Alternative habe.
Kleidung kaufe ich meist gebraucht oder fairtrade und auch bei anderen Gegenständen versuche ich, sie gebraucht zu bekommen.
 
Was das kleine Experiment erst möglich macht, ist, dass ich mich vegan und vollwertig ernähre:
Würde ich nicht vegan leben, würde es verdammt schwierig werden, noch einmal nachzuvollziehen, welches Futter, bei dem es sich wahrscheinlich unter anderem um Soja handelt, einmal in das Tierprodukt geflossen ist. Außer man würde nur bei einem Landwirt kaufen, der nur Futter aus Europa verwendet und die nötige Transparenz aufweist. Aber ich glaube, da ist die Auswahl sehr gering, und ich kenne so wie so niemanden, der das macht.
Auch das vollwertige Essen hilft mir da. Bei fertigen Produkten ist es schwierig, noch einmal nachzuvollziehen, wo die einzelnen Zutaten herkamen. Man bräuchte, selbst wenn, verdammt viel Glück, dass diese wirklich alle aus Europa sind.
Wahrscheinlich gibt es noch weitere Fallstricke. Auf vielen Lebensmitteln steht gar kein Herkunftsland drauf. Ich hoffe, dass ich mit Obst und Gemüse und Getreideprodukten, die größtenteils aus dem Unverpacktladen stammen, gut durch komme. Ich kaufe so wie so größtenteils Bio und da steht zumindest noch drauf, ob das jeweilige Produkt aus EU-Landwirtschaft stammt. Ob man bei der Verpackung noch die Herkunft berücksichtigen müsste, weiß ich nicht, aber ich versuche eh möglichst unverpackt zu kaufen.
Ich sage ja: Bewusster Konsum für Fortgeschrittene ;-) Aber generell geht es mir natürlich weniger darum, etwas bis ins letzte Detail perfekt hin zu bekommen, als etwas im Großen und Ganzen umzusetzen.
 
Bis Sonntag zu den Erfahrungen meiner ersten Woche (oder bestimmt schreibe ich vorher noch mal einen anderen Post)
Herzlichst
eure Nicole
 
 

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